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Städtereise nach Valencia – Die Altstadt

17. März 2018

Über den Strand von Valencia habe ich euch ja bereits berichtet. Heute ist es Zeit, euch die Altstadt etwas näher zu bringen. Und ich muss sagen… ich fand sie wirklich beeindruckend. Es gab unendlich viele winzige Gassen und alle hatten einen ganz besonderen Charme. Meistens gab es einen Mix aus alten und bereits renovierten Häusern. Wenn ihr in Valencia seid, dann nehmt euch unbedingt Zeit, um einfach einmal planlos durch die Altstadt zu laufen. Es war wundervoll, durch die Gassen zu schlendern, ohne zu wissen, wo man eigentlich gerade ist.

Hier eine kleine Kostprobe der süßen Gässchen:

Gasse in der Altstadt

 

Ein süß dekorierter Laden in der Altstadt

 

Typische Gasse in Valencia

In den kleinen Gassen kann man überall lecker essen. Es ist meist etwas günstiger als in Berlin. Auch sehr gutes Eis gibt es fast an jeder Ecke. Was ich allerdings vorher noch nie probiert habe ist Horchata. Dies ist eine Erdmandelmilch. Das Getränk besteht wohl aus Erdmandeln, Zucker und Wasser. Ich fand den Geschmack sehr gewöhnungsbedürftig. Es war irgendwie erfrischend, irgendwie fruchtig, aber auch cremig. Ich habe mit Mühe gegeben, einen vergleichbaren Geschmack zu finden, aber irgendwie habe ich keinen gefunden. Es schmeckt vielleicht ein bisschen wie Kokoswasser, aber irgendwie eben auch nicht. Keine Ahnung, wie ich das beschreiben soll. Ich glaube, man muss es einfach selbst probieren. Es war auf jeden Fall spannend. Dazu isst man wohl auch noch Fartons. Das ist ein Hefe-Gebäck. Da dies aber ganz schön fettig aussah und ich kurz zuvor erst Churros gegessen hat, habe ich es nicht probiert.

Ein Café (wohl das bekannteste), in dem es Horchata gibt.

Meistens bin ich irgendwie im Kreis gelaufen, irgendwann kommt man dann immer wieder an einen größeren Platz. Von dort aus fahren meistens Busse, sodass es nicht schlimm ist, wenn man im Wirrwar der Straßen mal den Überblick verliert. Irgendwie kommt man immer wieder zum Hotel 🙂 Bus fahren war in Valencia allerdings auch eine spannende Erfahrung. Es ist nicht wie in Berlin, wo die Busse einer Linie einfach den gleichen Weg hin und zurück fahren. In Valencia fahren die Busse im Kreis. Man fährt also auf dem Rückweg nie den gleichen Weg, wie auf der Hinfahrt zu einem Ziel oder zum Hotel. Meistens liegen aber nur ein oder zwei Straßen zwischen der Haltestelle, an der man eingestiegen ist und der Haltestelle, an der man aussteigen kann (auf dem Rückweg).

Neben den süßen Gassen gab es auch einige eindrucksvolle Gebäude zu bewundern.

Wen wundert es, dass viele besonders tolle Gebäude von Banken genutzt werden? 🙂

 

Plaza de Toros de Valencia – das Kolloseum
Rathaus von Valencia
Blick vom Placa de la Verge auf die Kathedrale von Valencia

Wie man auf den Bildern sieht, ist Valencia sehr vielseitig. Neben der tollen Architektur in der Altstadt hat Valencia mit der sogenannten Wissenschaftsstadt noch eine vollkommen andere Komponente. Diese besteht unter anderem aus einem Wissenschaftsmuseum, einer Oper und einem Aquarium. Architektonisch ist dieser Bereich eine absolute Meisterleistung und sticht absolut aus dem Stadtbild heraus.

Der Blick auf eine „freischwebende“ Brücke ohne Stützpfeiler

 

Ein Teil der Wissenschaftsstadt von Valencia

Die Wissenschaftsstadt liegt im trockengelegten Flussbett des Flusses Turia. In den 1990er Jahren entstand aus dem Fluss eine circa sieben Kilometer lange Park- und Freizeitanlage. Dort stehen neben Palmen auch sehr viele Orangenbäume. Nachts sollte man dort nicht langlaufen, aber tagsüber ist es eine sehr schöne Atmosphäre.

Orangenbäume im trockengelegten Flussbett des Turia

Da mein Hotel in der Nähe des Parkes lag, bot es sich an, durch das Flussbett in die Stadt zu laufen. Das würde ich auch jedem empfehlen, weil es wirklich viele schöne Palmen, brücken und Springbrunnen in der Anlage gibt.

Insgesamt war der Trip nach Valencia absolut super. Es ist eine sehr vielseitige Stadt. Einzig negativ ist mir aufgefallen, dass extrem viele tolle Gebäude Schritt für Schritt verfallen, weil sie leer stehen. Meistens hängen dann Netze an der Fassade, damit wenigstens keine Gebäudeteile auf den Fußweg oder die Straße fallen. Sehr schade. Aber bei der spanischen Wirtschaftslage wohl auch nicht verwunderlich.

Ich kann eine Reise nach Valencia wärmstens empfehlen. Auch der Zeitpunkt im März war meiner Meinung nach optimal. Es ist noch nicht zu warm und es waren auch nicht sonderlich viele andere Touristen zu sehen. Vier Tage sind auch erst einmal ausreichend, um die Stadt zu erkunden. Einzig wenn man vor hat, sich in der Wissenschaftsstadt aufzuhalten, sollte mehr Zeit einplanen. Wenn man dort alles anschaut, braucht man sicher zwei bis drei Tage zusätzlich.

Ich wünsche euch viel Spaß bei eurer Reise.

  1. Sehr schöne Bilder. Schöne Stadt, der Punkt mit den verfallenden Häusern ist echt tragisch. Aber mit dem guten Essen vor Ort kann man sich bestimmt ein wenig darüber hinweg trösten (und man unterstützt ja ein wenig die Wirtschaft vor Ort).

    Danke für die Eindrücke!

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